K.O. Götz (2010)

Glad 1 h (hoch)

Preis:  

1.000 EUR (vergriffen)

Glad 1 – 10 (hoch), 2010

Glad 1 – 10 (quer), 2010

Gouache auf Karton

Hochformate: 29,7 x 21 cm

Querformate: 21 x 29,7 cm

gerahmt in weiß lasiertem Holzrahmen

Hochformate: 40 x 30 cm

Querformate: 30 x 40 cm

Anzahl: 20 Unikate, 10 Din A 4 hoch und 10 Din A 4 quer

signiert, datiert und nummeriert

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Mit einer neuen Präsentation der Rasterbilder von K.O. Götz feierte das Museum Abteiberg am 3. Oktober 2010 das 40-jährige Jubiläum der Sammlung ETZOLD in diesem Museum: "E402 – E405. Über die Aktualität eines Zeitdokuments". Bewusst wurde K.O. Götz gewählt, um die unverminderte bzw. neu erfahrbare Aktualität der Sammlung ETZOLD zu zeigen.

Sein streng gegenstandsloses, prozess- und aktionsgesteuertes Konzept der "Informel"-Malerei bahnte den Weg zu den künstlerischen Umbrüchen in den 1960er Jahren, ist nicht nur ihr Vorläufer, sondern wohl gar frühestes Exempel: Absage an die malerische Komposition, Serialisierung und Systematisierung der malerischen Geste, Ausstieg aus dem "Bild", Einstieg in den Realraum, in die Gesetze des Zufalls, der Muster, der Schwerkraft, der Naturwissenschaften.

K.O. Götz' Bedeutung für die Sammlung ETZOLD und das Museum Abteiberg lässt sich letztlich auch an dem auße rgewöhnlichen Bestand früher Computergrafik aus den 1960er Jahren erkennen. Er war es, der den Sammlern dazu riet, computer generierte Kunst als wertvoll zu betrachten und sie zu sammeln.

Nicht nur die allzu unbekannten, jetzt wiederentdeckten Rasterbilder, sondern auch K.O. Götz' berühmte informelle Strukturen können heute mit neuen Augen gesehen werden. Zu Ehren der Sammlung ETZOLD gab K.O. Götz, inzwischen 96 Jahre alt, 20 ganz neu entstandene Gouachen, jede von ihnen mit schattenartigen Schwarz-Weiß-Kontrasten, deren gestische Schemen auch von der fast vollständigen Blindheit des Künstlers handeln.

Biografie K.O. Götz

Geboren: 22. Februar 1914 in Aachen lebt und arbeitet in Wolfenacker im Westerwald

1926 beginnt die Freundschaft mit dem Maler und Grafiker Erich Mueller-Kraus

um 1933 erste abstrakte Bilder

1935 erste Spritzbilder

1935-1945 Mal- und Ausstellungsverbot, Götz malt trotzdem weiter, während der Kriegszeit entstehen bei jeder Gelegenheit neue Arbeiten, die versteckt werden müssen, es entstehen Experimente mit abstrakten Filmen, Fotomalerei und Fotogramme, sowie abstrakte Kompositionen.

1936-1938 Militärdienst bei der Luftwaffe

ab 1936 Experimente mit abstrakten Filmen, Fotomalerei und Fotogramme

1939-1940 Aufenthalt in Nordhausen/Harz; abstrakte Kompositionen

1939-1945 Soldat

1941-1945 Norwegen; im Urlaub in Dresden abstrakte Temperabilder

1945-1950 rege Mal- und Ausstellungstätigkeit

1948 Kunstpreis 'Junger Westen' der Stadt Recklinghausen

1949 Mitglied der Cobra-Gruppe

1952 'Quadriga'- Ausstellung (mit Otto Greis, Heinz Kreutz, Bernhard Schultze) in Frankfurt; erste informelle (ungegenständliche) Bilder

1948-1953 Herausgeber der Zeitschrift 'Meta'

1959-1979 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf für freie Malerei, Schüler sind u.a. Gerhard Richter, Gotthard Graubner, Sigmar Polke, F.E. Walther.

Ab 1980 Wiederaufnahme seines graphischen Werkes

1997 Gründung der K.O. Götz und Rissa-Stiftung,

2004 Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf

K.O. Götz gehört seit den 50er Jahren zu den geistigen Führern des Tachismus.

Ausstellungen (Auswahl):

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland mit namhaften Galerien und Institutionen, wie Museen und öffentliche Institutionen.

1984 Retrospektive Kunsthalle Düsseldorf – Monotypien, Gemälde, Gouachen 1935-1983.

1994 Retrospektive in Dresden und Weimar

1999 Retrospektive in Koblenz

Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl):