Benjamin Katz (2018)
Défense d'entrer, Dinard
Preis:
480 EUR (vergriffen)
Défense d'entrer, Dinard, 1978 / 2018
12 Motive
Pigmentdruck auf Barytpapier
30 x 40 cm (Motiv); 50 x 65 cm (Blatt)
Auflage: je 5 + 2 Künstlerexemplare
signiert, nummeriert, datiert auf der Rückseite, mit Passepartout
Rahmung auf Anfrage
Der in Köln lebende Fotograf Benjamin Katz ist einer der wichtigsten Chronisten der jüngeren Kunstgeschichte und ihrer Protagonisten: Er porträtierte Künstler, Galeristen, Kuratoren, Sammler.
Es wird zur Überraschung, dass seine Jahresgabe keine Menschen, sondern Objekte darstellt. Katz' Edition für den Museumsverein zeigt Protagonisten der modernen Kunst, die Sachen waren: Alltagsgegenstände.
Es ist das Arsenal der objets trouvés für Dada und Surrealismus, Pop Art und Nouveau Realisme, der nutzlos gewordenen Dinge, die zu Kunst wurden.
Katz fotografierte sie im Jahr 1978 auf dem Gelände eines Altwarenhändlers in der Bretagne, in der doppelten Dokumentation jener großen historischen künstlerischen Entdeckung, die auf den Schrottplätzen und Flohmärkten des 20. Jahrhunderts stattfand, und der weltlichen Existenz, die fortexistierte: Halden ausrangierter Flaschentrockner, Schlüssel, Bettgestelle und Spülkastenketten.
Die Serie verrät Katz' Biografie als Galerist und Sammler: 1963 gründete er mit Michael Werner in Berlin die Galerie Werner & Katz, Ort der ersten skandalträchtigen Einzelausstellung von Georg Baselitz. Er stellte Marcel Broodthaers aus und teilt dessen Sensibilität für Objekt und Sprache.
"Der Schrank von Ramon Haze" und "A Body of Work 1987" von Laurie Parsons führten zur Idee, gemeinsam mit Benjamin Katz diese Jahresgabe auszuwählen.
Webseite
des Künstlers <http://www.benjaminkatz.de>
Geboren
1939 in Antwerpen
Lebt und arbeitet in Köln
1941 – 1956
Benjamin Katz wächst in Brüssel auf, die Mutter ist alleinerziehend.
Er besucht dort die Grundschule und das Gymnasium.
Benjamin Katz kommt auf ein Internat in Tournai und bekommt seine erste Kamera geschenkt. Nach dem vorzeitigen Abgang vom Gymnasium folgt ein Studium der Malerei an der Academie des beaux arts et des arts décoratifs von Tournai.
Übersiedlung mit der Mutter nach West-Berlin. Studium an der Hochschule der bildenden Künste bei den Professoren Hans Jaenisch, Ernst Böhm und Helmut Lortz.
1960
In der Berliner Galerie Diogenes wirkt Benjamin Katz als Assistent von Otto Piene bei der Vorführung des "Lichtballett" mit.
1963
gründet Benjamin Katz mit Michael Werner die Galerie Werner & Katz am Kurfürstendamm 234. Die Eröffnungsausstellung mit Gemälden und Zeichnungen von Georg Baselitz wird über Nacht zum Skandal.
1964
Gruppenausstellung "Figuration–Defiguration" unter anderem mit Uwe Lausen, Pitt Moog, Arnulf Rainer und Paul Wunderlich.
1967
Galerie mit Josef Paul Kleihues in Berlin, Ausstellung mit Uwe Lausen
1969
eröffnet Benjamin Katz eine Galerie in dem Maison de France, wo er Markus Lüpertz ausstellt.
Er wird in der Galerie Gerda Bassenge als Ausstellungsleiter tätig; Ausstellungen mit Marcel Broodthaers, Georg Baselitz, Antonius Höckelmann und Markus Lüpertz.
1972
Umzug nach Köln und Mitarbeit in der Galerie Onnasch. Leitet für drei Monate während der documenta 5 die Dependance der Galerie Onnasch in Kassel.
1976
aufgrund der Schenkung einer Kamera beginnt Benjamin Katz seine neue Karriere als Fotograf.
1979
Josef Paul Kleihues beauftragt Katz mit der Dokumentation der Teilnehmer an den Dortmunder Architekturtagen zum Thema "Museum".
Von 1981 – 1989











