Shapes of Ruins as Energetic Devices, 2024

Zeichnung aus Wüstensand auf schwarzem Papier
42 × 29,7 cm, gerahmt
Auflage: 7 Unikate

Preis

Vereins-Mitglieder: 777 EUR

Für die KUNSTHALLE FOR MUSIC in Mönchengladbach hat Ari Benjamin Meyers drei internationale Gäste zu neuen Commissions (dt. Auftragsarbeiten) eingeladen. Darunter auch die kongolesisch-bel-gische Musikproduzentin, Künstlerin und DJ Melika Ngombe Kolongo (alias Nkisi), die für die Jahresgabenaktion sieben Zeichnungen aus Wüstensand erarbeitet hat. Sie schreibt zu ihrem Werk: „Shapes of Ruins as Energetic Devices (Formen von Ruinen als ener-getische Instrumente) ist eine Serie von Sandzeichnungen, die von den versteckten akustischen Botschaften in alten Ruinen im südlichen Afrika und anderen abgelegenen Orten der Erde inspiriert sind. Architektur als gefrorene Musik kann nicht nur eine Struktur bedeuten, sondern auch eine Momentaufnahme von Schwingungen und energe-tischen Frequenzen. In dieser Perspektive könnten wir beginnen, alte Ruinen als alte Klangtechnologien zu betrachten, als Überbleibsel von Kosmologien, die die Macht von Klang zutiefst verstanden. Diese an-tiken Strukturen sind „gefrorene“ Momente für einen akustischen Pro-zess, einen Vorgang, in dem konzentrische Kreise und energetische Kanäle zu Verstärkern einer akustischen Kraft wurden. Klang erscheint, im Gegensatz zu visuellen Phänomenen, nur in Mo-menten, er unterbricht die Realität und legt sich temporär in sie hinein als eine mächtigere Form – ein Phänomen, das ganz anders als die visuelle Welt ist und eine Kraft besitzt, sie zu verändern. Die heiligen Formen und jetzt unvollständigen Kreise wurden zur Bün-delung von Schallenergie genutzt und offenbaren eine tiefe Beziehung zwischen Geometrie und Klang. Wobei die Form zu einem Verstärker jener energetischen Schwingungen wurde, aus denen Musik und Klang entstehen. Es sind kaum verstandene Prototechnologien und anomale Beweise für Beziehungen von Klang, die in Vergessenheit gerieten. In einigen alten Traditionen sind Sandzeichnungen Eingänge in andere Sphären, denn die Zeichnungen galten als lebende Wesen und wurden in ihrer inneren Biologie aus Sand auch so verstanden, dass sie Verän-derungsprozesse in Mikro- und Makro-Dimensionen auslösen. Was können wir lernen, wenn wir uns mit diesen alten Formen be-schäftigen? Wie können wir eine Erinnerung an diese energetischen Prinzipien schaffen, die einst Landschaften und Bewusstsein prägten? Eingraviert in akustische Geographie sind diese Formen in der Lage, uns daran zu erinnern, dass die Erzeugung von Klangenergie immer ein Tor zur Veränderung war. Und immer noch ist.“

Text: Melika Ngombe Kolongo / Deutsche Übersetzung: Susanne Titz

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