Jahresgaben des Museumsvereins – Kunst sammeln und das Museum Abteiberg fördern

Seit mehr als fünf Jahrzehnten zählen die Jahresgaben des Museumsvereins Mönchengladbach zu den bedeutendsten Förderinstrumenten des Museum Abteiberg. Sie verbinden die Förderung zeitgenössischer Kunst mit der Möglichkeit, originale Editionen namhafter Künstlerinnen und Künstler zu erwerben. Jede Jahresgabe erzählt dabei ein Stück Museumsgeschichte und unterstützt gleichzeitig die Zukunft des Museums.

Jahresgaben sind exklusive Editionen, die Künstlerinnen und Künstler dem Museumsverein zur Verfügung stellen. Sie entstehen in enger Verbindung zum Museum Abteiberg und werden in limitierter Auflage ausschließlich oder zunächst den Mitgliedern des Museumsvereins angeboten. Dadurch erhalten Kunstinteressierte die seltene Möglichkeit, Originalarbeiten bedeutender Positionen der modernen und zeitgenössischen Kunst zu attraktiven Konditionen zu erwerben.

Der Erlös aus dem Verkauf kommt unmittelbar dem Museum Abteiberg zugute. Er ermöglicht Kunstankäufe, Ausstellungen und weitere Projekte, mit denen die Sammlung kontinuierlich erweitert und das kulturelle Profil des Museums nachhaltig gestärkt wird. Traditionell geht zudem die Edition mit der Nummer 1 jeder Jahresgabe dauerhaft in die Sammlung des Museums über.

 

Die Idee, Mitglieder des Museumsvereins unmittelbar an der Kunst teilhaben zu lassen, reicht bis in die Anfangsjahre des Vereins zurück. Bereits 1905 wurde im Städtischen Museum eine Wanderausstellung mit sogenannten Verlosungsankäufen gezeigt, die die Vereinschronik als eine Art Vorläufer der späteren Jahresgaben bezeichnet. In den folgenden Jahrzehnten setzte sich dieser Gedanke unter anderem in Form von Weihnachtsverlosungen fort.

Die Jahresgaben in ihrer heutigen Form wurden 1972 auf Anregung des damaligen Museumsdirektors Johannes Cladders und unter dem Vorsitzenden Karl Heinemann eingeführt. Den Auftakt bildete der Offsetdruck „5 Ansichten eines Kalksilos in Duisburg-Ruhrort“ von Bernd und Hilla Becher. Als zweite Jahresgabe folgte Joseph Beuys’ heute berühmtes „Objekt zum Schmieren und Drehen“, das damals für 110 DM erhältlich war. Seitdem dokumentieren die limitierten Editionen die enge Verbindung zwischen dem Museum Abteiberg, seinen Ausstellungen, den beteiligten Kunstschaffenden und den Mitgliedern des Museumsvereins.

Die Jahresgaben verfolgen bis heute einen doppelten Gedanken. Einerseits ermöglichen sie dem Museumsverein, das Museum Abteiberg beim Ankauf neuer Kunstwerke sowie bei Ausstellungen und weiteren Projekten finanziell zu unterstützen. Andererseits erhalten Mitglieder Zugang zu streng limitierten Editionen, deren künstlerische und sammlerische Bedeutung häufig weit über den ursprünglichen Ausgabepreis hinausgeht.

Viele frühe Jahresgaben sind heute längst vergriffen und finden sich in bedeutenden privaten sowie öffentlichen Kunstsammlungen wieder. Damit sind sie nicht nur Ausdruck persönlicher Sammelleidenschaft, sondern vielfach auch ein Beleg für die nachhaltige Wertentwicklung hochwertiger Editionen bedeutender Künstlerinnen und Künstler.

Heute spiegeln die Jahresgaben mehr als fünf Jahrzehnte Ausstellungsgeschichte und die enge Verbindung des Museumsvereins mit dem Museum Abteiberg wider. Mit inzwischen mehreren hundert Editionen von international renommierten sowie aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern bilden sie ein einzigartiges Archiv der Gegenwartskunst.

Jede neue Jahresgabe setzt diese Tradition fort: Sie bereichert private Sammlungen, stärkt das kulturelle Engagement der Mitglieder und trägt gleichzeitig dazu bei, dass das Museum Abteiberg auch künftig bedeutende Werke erwerben und außergewöhnliche Ausstellungen realisieren kann. So entsteht ein nachhaltiger Kreislauf, von dem Kunst, Künstler, Museum und Sammler gleichermaßen profitieren.

Jürgen Albrecht

Kai Althoff

Birgir Andrésson

Ingólfur Arnarson

Evelyne Axell

Monika Baer

Elke Baulig

Simon Beer

Alexandra Bircken

Cezary Bodzianowski

Hartmut Boehm

Cosima von Bonin

Andrea Bowers

Paul Bradley

Alexander Braun

Johannes Brus

Ruth Buchanan

Daniel Buren

Peter Campus

Sandro Chia

Studio for Propositional Cinema

Otto Coenen

Minerva Cuevas

Natalie Czech

Raphael Danke

Hanne Darboven

Kate Davis

Koenraad Dedobbeleer

Braco Dimitrijevic

Georg Ettl

Joel Fisher

Morgan Fisher

Mark Formanek

Olivier Foulon

Pawel Freisler & Antje Majewski

Ken Friedman

Christa Gather

Tanja Goethe

Manuel Graf

Joanne Greenbaum

Stefan Gritsch

Vesko Gösel

K.O. Götz

Jonas Hafner

Erwin Heerich

Kurt Helm

Hernandez

Hans Hollein

Roni Horn

Felix Stephan Huber

Luis Jacob

Benjamin Katz

Shelagh Keeley

Anne-Mie Van Kerckhoven

Astrid Klein

Jutta Koether

Melika Ngombe Kolongo

Aglaia Konrad

Kitty Kraus

Jochen Lempert

Ghislaine Leung

Armin Linke

Thomas Locher

Heinz Mack

Park McArthur

Rita McBride

Rita McBride & Willem Oorebeek

Klaus Merkel

Ari Benjamin Meyers

Alex Morrison

Horst Münch

Frieder Nake

Ulrike Nattermüller

Henrike Naumann

Wolfgang Nestler

Christian Odzuck

Albert Oehlen

Markus Oehlen

Paulina Olowska

Jorge Pardo

Giuseppe Penone

Peter Piller

Przezwanska

Anne Pöhlmann

Quaytman

Roseline Rannoch

Silja Rantanen

Thomas Rentmeister

Gerhard Richter

Mathilde Rosier

Ulrich Rückriem

Takako Saito

Karin Sander

Victor Sanovec

Julia Scher

Gregor Schneider

Michael Seeling

Andreas Siekmann

Florian Slotawa

Keith Sonnier

Sonsbeck

Michael Stevenson

Katja Strunz

Jürg Stäuble

Jürgen Stäuble

Ulrike Termeer

Maria Toumazou

Jens Ullrich

Thomas Virnich

Evelyn Taocheng Wang

Hans-Peter Webel

Ina Weber

Lawrence Weiner

JAN WERNER / DAMO SUZUKI

Birgit Werres

Cathy Wilkes

Wissel

Craig Wood

Katharina Wulff

Michael Zinganel